Fotos: Daniel Kaiser, Katrin Künne


 

Gelungenen Saisonstart beim internationalen Turnier in Frankreich für die Voltigierer des Reitverein Integration aus Bernau

 

 

 

Die Osterfeiertage sind für jeden eine besondere Zeit. Es sind Ferien, man bekommt kleine Geschenke und der Frühling beginnt.

 

Für die Voltigierer des Reitverein Integration e.V. allerdings, ist Ostern ein ganz besonderes Highlight. Die internationale Sommersaison beginnt in Saumur/ Frankreich. In diesem Jahr zeitgleich mit dem Weltcup- Finale auf dem Gelände der berühmten „Cadre Noir“, 200 km von Paris entfernt.

 

Bei wunderschönstem Wetter trudelten aus 10 Nationen die Starter des CVI und des Weltcups ein.

 

Um den zahlenmäßig großen und hochkarätig besetzten Starterfeldern Herr zu werden, startete das Turnier schon am Mittwoch und endete am Ostersonntag.

 

1400 km Anfahrt hatte das Bernauer Team, bestehend aus Diana Harwardt (18), Peter Künne (18), Liesbeth Fraatz (12), Longenführern und Trainern Andrea Harwardt und Hendrik Falk, sowie aus den vierbeinigen Teammitgliedern „Sir Laulau“, 15 Jahre und „Longinus“, 14 Jahre.

 

Am Donnerstag ging es dann erstmal für alle Pferde der Hauptprüfungen in die Verfassungsprüfung. Unter den kritischen Augen der Bundestrainerin Ulla Ramge und des Disziplintrainers Kai Vorberg, passierten die einzigen Brandenburger Pferde diese erste Prüfung ohne Probleme.

 

Als erstes musste nun Diana im Einzel zeigen was sie konnte. Mit „Sir Laulau“ und Andrea Harwardt an der Longe turnte sie eine saubere Pflicht. Sie wurde von den Richtern dafür mit einer 7,046 belohnt und setzte sich damit an die 7. Stelle von 42 Startern.

 

Nun wurde es für Liesbeth, das erste Mal Ernst. Die 12 jährige, die schon im Dezember bei ihren ersten CVI in Salzburg überzeugte, zeigte eine solide Pflicht mit 6,037. Damit setzte sie sich an den 6. Platz .

 

Am Abend feierte das das Pas de deux in der Seniorenkonkurrenz Prämiere. Die Vize-Junioreneuropameister 2018, Diana und Peter, präsentierten ihre Kür souverän und mit viel Präsenz auf ihrem Pferd „Sir Laulau“. An der Hand von Hendrik Falk galoppierte der dunkelbraune Wallach vom „Samba Hit 1“ sicher im Zirkel und bot so die Bühne für die neue Kür zum Thema: „Den Worten Leben einhauchen“.

 

Unter den Augen des Bundestrainerteams konnten sie den Erwartungen voll entsprechen und belegten nach der ersten Runde mit einer Note von 7,491 den 2. Rang.

 

Nach diesem gelungenen Turnierauftakt kam der emotionale Teil des Turniers. Das Weltcupfinale hätte spannender nicht sein können. Schlussendlich gingen die Glückwünsche an die Sieger Jannika Derks (GER), Juan Martin Clavijo (Col) und das Pas-de-Deux Teresea-Sophie Bresch und Torben Jacobs (GER).

 

Für das Team des RV Integration folgte ein weiterer Turniertag. Liesbeth musste früh aufstehen und ihr Warn-up Programm, begleitet von Diana Harwardt absolvieren. Parallel bereiteten Andrea Harwardt und Hendrik Falk das Pferd vor. „Longinus“ wurde geputzt, geritten und mir seiner Voltigier- Ausrüstung versehen. Ruhiges, konzentriertes Einturnen ist die Grundlage jeder guten Leistung im Prüfungszirkel. So hatte Liesbeth die Chance, ihre Kür mit den Thema „ich schaff das schon“ in sehr guter Qualität zu präsentieren. Das tat sie dann auch, sehr zur Freude der Richter. Vor allem die schon sehr gute Ausführung und ihre tolle Präsenz auf dem Pferd begeisterten die Richter und das Publikum. 7.164 bekam sie auf ihre Leistung. „Longinus“, an der Hand von Andrea Harwardt steuerten die höchste Pferdenote des Starterfeldes (Ch 2*) mit 7,6 bei und so schob sich die 12 jährige im Ranking vom 6. auf den 2. Platz (Gesamtnote 6,601). Noch nie hat eine Brandenburger Voltigiererin in dieser Kategorie so etwas in Frankreich erreicht. Große Freude gab es bei Ihrer Mutter die als Förderer, Hauptsponsor und helfende Hand großartiges leistete. Liesbeth musste sich nur der Italienerin Giada Samiolo auf „Filon“ an der Hand der Weltmeistermacherin Laura Carnabuci geschlagen geben.

 

Einen fliegenden Pferdewechsel machte Longenführerin Andrea Harwardt. Denn die Kür von Diana in der Kategorie J2*/ Damen stand an. Als 11. Starterin zeigte sie ihre anspruchsvolle Kür zum Thema „Schmetterling“ auf „Sir Laulau“. Durch den fliegenden Wechsel der Pferde war nur Sir Laulau im Prüfungszirkel Longinus hinterherwiernd etwas zu engagiert und plötzlich und nicht ganz so gut zu beturnen. Dadurch blieb Diana leider etwas unter ihren Möglichkeiten. Die kritische Analyse der Bundestrainerin folgte auf dem Fuß. Diese lobte die gute Gestaltung und Ausführung der gezeigten Übergänge, wünschte sich aber noch mehr Präsenz und Sicherheit, vor allem in den statischen Übungen.

 

Die Richter vergaben allerdings konstant sehr gute Noten und belohnten die Vorstellung mit einer Wertnote von 7,488. Damit schob sich Diana auf den 4. Rank und beendete den Wertkampf mit 7,252 und verpasste um nur 3 Tausendstel das Treppchen. Die Prüfung gewann Daria Gallo (Luitisburg, SUI) vor Arminata Younger (GBR) und Joeana Mumprecht (SUI).

 

Nun stand am Nachmittag noch der zweite Durchgang der Senior 3* Pas-de-deux auf dem Programm. Diana und Peter liefen von der 2. Startposition in eine gut gefüllte Wettkampfhalle. Hendrik Falk longierte seinen „Sir“ ein zweites Mal souverän und die Voltigierer konnten sich nochmal steigern. Sie beendeten den Durchgang mit einer Endnote von 7,830 hinter den Kölnern Chiara Congia und Justin van Gerven (8.759) auf Calidor mit Patric Looser an der Longe. Auf dem Bronzerang platzierten sich Hannah Ballantynie und Molly Turner (GBR) auf Superdelux mit Lynn Ballantynie an der Longe.

 

Weiter geht es in 2 Wochen beim CVI in Ermelo/ NDL zur WM-Qualifikation.