Das Juniordoppel feiert am „Männertag“ ersten Geburtstag!

Zeit für ein kleines Resumée!

Genau ein Jahr ist es nun her, dass Andrea ihre Idee aus Diana und Julian ein Pas de Deux zu machen in die Tat umgesetzt hat Am Himmelfahrtswochenende 2015 gab es kein Voltigierturnier und auch kein Reitturnier für Diana und Julian und da Andrea bekanntermaßen ja nicht einfach nichts tun kann, war der Moment für das Juniordoppel gekommen, denn Ute hatte Julian, als sie als Trosserin mal wieder beim Distanzritt war, einfach in Bernau für drei Tage geparkt. Kurzerhand bastelten Andrea, Diana und Julian eine Doppelkür und schickten die Nennung für das Spandauer Voltigiermeeting ab.

In Spandau war es denn soweit, das Nachwuchsduo hatte seinen ersten Auftritt. Ute konnte es kaum glauben und war aufgeregter als vor ihrem ersten eigenen Turnierstart und konnte sich nur zitternd beim Filmen hinter ihrem Tablet festhalten.

Kaum einer hatte dem Doppel eine wirklich brauchbare Leistung zugetraut, dennoch machten sie ihre Sache gut und belegten mit einer soliden Einsteigerleistung und gar nicht so viel Abstand den dritten Platz.

Dies motivierte sowohl Trainer als auch Voltigierer und sie begannen intensiv zu trainieren. Plötzlich bestand die Möglichkeit an der Landesmeisterschaft teil zu nehmen. Nun mussten aber auch unbedingt neue Trikots her. Andrea nahm sich auch dieser Sache an und bestellte kurzerhand für Julian ein zu Dianas Anzug passendes Trikot. Leider kam der Poststreik dazwischen und wir hatten uns doch schon auf die neuen Anzüge gefreut…

Bild: Christina Wi
Bild: Christina Wi

Gesagt, getan, das Trainingspensum wurde erweitert, die Übungen verfeinert und los ging es zum Goldnebelhof zur Landesmeisterschaft Berlin-Brandenburg 2015. Glücklicherweise kamen eine halbe Stunde vor Abfahrt sogar noch die neuen Trikots an. Diana, Julian, Andrea und Longinus bewiesen wieder gute Nerven, zogen ihr Programm durch und wurden im ersten Durchgang mit dem 2. Platz belohnt. Die Freude war riesig. Aber die Aufregung und Spannung für den nächsten Tag stieg damit auch. Dennoch behielten alle die Nerven und konnten auch am zweiten Tag den zweiten Platz belegen. Zur großen Überraschung aller trugen sie damit den Gesamtsieg davon und wurden erster Berlin-Brandenburgischer Doppelmeister! Da dieser Titel für alle so überraschend kam, war die Freude unermesslich groß.

Mit dem Meistertitel erhielten die vier nun auch die Möglichkeit bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft in Krumke dabei zu sein. Nach intensiver Vorbereitung und hilfreiche Unterstützung durch Hendrik, erreichten sie hier im ersten Durchgang einen tollen 7. Platz und konnten am Ende stolz auf ihre guten Leistungen mit dem 10. Platz nach Hause fahren. Jedoch haben sie noch etwas viel Schöneres mitnehmen dürfen, denn sie wurden von der Bundestrainerin Ulla Ramge als förderungswürdig eingestuft und mit der Frage nach Hause entlassen, ob sie sich vorstellen könnten im kommenden Jahr International zu starten. Sehr schnell waren sich

alle Beteiligten einig, dass das doch eigentlich gar keine Frage sei und alle alles geben wollten.

Bild: Christina Wi
Bild: Christina Wi

Jetzt ging es erst richtig los! Es folgte ein „Sieg“ bei der Landesmeisterschaft in Zerbst mit der ersten 7er Note, ein Start mit Sieg im Reit und Fahrverein Kleeblatt und die Nominierung für den Doppelcup in Hohenhameln, bei dem sie den 4. und 5. Platz in der gemischten Konkurrenz mit Junioren- und Senioren und wieder mit Noten über 7,0 sich erkämpften. Es folgte auf Einladung der FN zu einem Lehrgang in Köln mit Torben Jacobs bei dem wir in die „Geheimnisse“ der internationalen Starts eingeführt wurden und kurz vor Jahresende auch noch die Startgenehmigung für unser 1. CVIJ Pas de Deux! Nach einem etwas durchwachsenen Pflichtstart zeigten Diana und Julian eine blitzsaubere Kür und konnten diese sogar gegen die amtierenden Deutschen Juniorenmeister gewinnen. Völlig überrascht konnten sie den 2. Platz mit einer Kürnote von 7,399 mit nach Hause nehmen. Eine Woche später erfolgte dann noch die Berufung in den D-Kader.

Während nun für die meisten Voltigierer die ruhige, besinnliche Weihnachtszeit und Ferien folgten, nahm sich das Erfolgsquartett nur ein paar Tage Urlaub und beendete das Jahr mit dem Bauen einer neuen Kür und dem Kaderlehrgang mit Regina Burgmayr in Zossen.

Entscheidungen mussten getroffen werden, für welche internationalen Turniere sich das Pas de Deux bewerben könnte. Die Wahl fiel auf Fossalta di Portogruaro/Italien, Ermelo/Niederlande und Krumke/Deutschland. Nun wurde intensiv mit Diana und Julian trainiert und Hendrik machte die Pferde immer besser.

Im Januar bekamen Diana, Julian, Andrea und Longinus die Einladung ihr Können dem begeisterten Publikum auf der Internationalen Grünen Woche zu zeigen, Ende Januar feilten sie bei einem zweiten Lehrgang in Köln an ihrer Kür. Im Februar arbeiteten sie an ihrer Kür mit dem Tanzlehrer bzw. Baletttänzer Robert Maytazsch und bereiteten sich auf eine früh beginnende Saison vor.

Eine gute Trainingsleistung zeigten sie bei der Kaderüberprüfung Anfang März am Schäferhof und nun wurde es ernst: Mitte März machten wir uns auf den Weg zur Regionalsichtung-Nord nach Kiel. Dort zeigten sie eine solide Leistung und wurden prompt neben nur einem anderen Doppelpaar zum Preis der Besten in Warendorf eingeladen. Nur zwei paar Tage später ging es auf die große Reise nach Italien in die Region Venedig. Diesmal haben sie sich Irmi und Roman als Verstärkung mitgenommen. Auch in Fossalta di Portogruaro gelang es ihnen zwei nervenstarke und saubere Durchgänge zu zeigen und so auch beide zu gewinnen, so dass sie nach einem Besuch in Venedig glücklich mit ihrem ersten CVIJ**Sieg mit Wertnoten von 7,4 zurückkehren konnten.

Dieser Sieg ermöglichte ihnen eine prompte Einladung zum C-Kaderlehrgang nach Warendorf. Also machten sich Diana und Andrea mit Longinus, Julian und Ute und auch Hendrik auf die Reise nach Warendorf. Dort holte sich das ganze Team nochmal viele Tipps von Ulla Ramge (Bundestrainerin) und Kai Vorberg (Disziplintrainer) ab und fuhr nur drei Tage später nach Holland Ermelo.

Unter den „strengen“ Augen von Ulla und Kai zeigten sie auch hier konstante Leistungen und siegten in beiden Durchgängen mit 7er Noten.

So viel ist in nur einem Jahr passiert! Wir sind gespannt auf das zweite Jahr und träumen natürlich von der EM Teilnahme im August in LeMans!